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Unternehmensgründung & Standorterweiterung

Free Zone oder Mainland ist erst die zweite Frage. Wir klären Struktur, Zone und Lizenzaktivität und begleiten Sie bis zu Firmenkonto, Visa und Office-Lösung.

  • Free Zone
  • Mainland
  • Trade License
  • Business Setup
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Museum of the Future mit der Skyline von Dubai am Abend als Standort für Unternehmensgründungen

Die Lizenz bestimmt, was Ihre Gesellschaft in Dubai darf. Deshalb beginnt jede Firmengründung in Dubai bei uns mit einer genauen Beschreibung dessen, was Sie vor Ort tun werden, für wen und von wo aus. Daraus ergeben sich Lizenzaktivität, Rechtsform und Standort. Erst dann vergleichen wir konkrete Optionen. Wir begleiten Neugründungen ebenso wie die Erweiterung bestehender Standorte in den VAE.

Free Zone oder Mainland

Die wichtigste Weichenstellung bei der Firmengründung Dubai betrifft die Zone. Free-Zone-Gesellschaften eignen sich gut für Holding-Strukturen, Handel mit dem Ausland, Beratung und viele digitale Geschäftsmodelle. Ausländische Gesellschafter können sie vollständig halten. Der direkte Verkauf an Kunden auf dem Festland der VAE ist aus einer Free Zone heraus jedoch eingeschränkt und hängt von Aktivität und Regelwerk ab.

Wer in Dubai an Endkunden verkaufen, Ladenflächen betreiben oder an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen will, landet häufig bei einer Mainland-Lizenz über das Department of Economy and Tourism (DET). Für viele Aktivitäten ist auch dort eine vollständige ausländische Beteiligung möglich, für einzelne Tätigkeiten gelten besondere Vorgaben. Free Zones wie DMCC, IFZA oder Meydan unterscheiden sich in Aktivitätenkatalog, Office-Anforderungen und Visakontingent. Eine pauschale Empfehlung für eine bestimmte Zone geben wir deshalb nicht.

Die Lizenzaktivität genau wählen

Ein häufiger Fehler bei der Firmengründung Dubai ist eine zu enge oder zu breite Lizenzaktivität. Ist sie zu eng, dürfen Sie später Leistungen nicht abrechnen, die Ihre Kunden brauchen. Ist sie zu breit, stellen Banken Rückfragen, weil das Geschäftsmodell unscharf wirkt. Die Aktivität sollte zu Ihrem tatsächlichen Geschäft passen und zu dem, was Sie gegenüber der Bank darlegen.

Büroterrasse in Dubai mit Palme und Laptop im Abendlicht nach der Firmengründung

Bankkonto, Visa und Büro

Mit der Trade License ist die Gesellschaft gegründet, arbeitsfähig ist sie damit noch nicht. Für das Firmenkonto verlangen Banken unter anderem Nachweise zum Geschäftsmodell, zu erwarteten Zahlungsströmen, zu Kunden und Lieferanten sowie zum Ultimate Beneficial Owner. Die Prüfung dauert, und unvollständige Unterlagen verlängern sie deutlich. Für Residence Visa und Emirates ID sind Termine vor Ort einzuplanen, darunter die medizinische Untersuchung. Ob ein Flexi Desk genügt oder ein eigenes Büro nötig ist, hängt von Visabedarf, Substanzanforderungen und Außenwirkung ab.

Steuern und Substanz

Eine Gesellschaft in Dubai senkt Ihre Steuerlast nicht automatisch. Die VAE erheben für Geschäftsjahre ab dem 1. Juni 2023 Körperschaftsteuer. Auf den steuerpflichtigen Gewinn bis 375.000 AED fallen 0 % an, auf den Teil darüber 9 %. Bei 500.000 AED Gewinn sind das 11.250 AED Steuer. Qualifizierende Free-Zone-Unternehmen können für qualifizierende Einkünfte 0 % erreichen, allerdings nur, wenn sämtliche Voraussetzungen erfüllt sind, darunter ausreichende Substanz vor Ort, qualifizierende Tätigkeiten und geprüfte Abschlüsse. Die Corporate Tax Registration gehört zu den ersten Pflichten nach der Gründung.

Für Gesellschafter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wird oft der Ort der Geschäftsleitung zum Problem. Wird die Gesellschaft faktisch aus München oder Zürich geführt, kann sie dort unbeschränkt steuerpflichtig werden, oder es entsteht eine Betriebsstätte. Das prüfen Steuerberater, mit denen wir zusammenarbeiten. Mehr dazu auf unserer Seite zu Steuern.

Standorterweiterung und Ablauf

Haben Sie bereits eine Gesellschaft in den VAE, geht es oft um eine Niederlassung im Mainland, zusätzliche Aktivitäten oder mehr Visa für neue Mitarbeiter. Wir prüfen, ob die bestehende Struktur trägt oder angepasst werden sollte. Bei Neugründungen beginnen wir mit der Strukturentscheidung, stellen die Unterlagen zusammen, begleiten die Antragstellung und unterstützen bei Firmenkonto, Visa und Office-Lösung. Ist der Zielmarkt noch offen, empfehlen wir vorher eine Analyse im Rahmen von Markteintritt und Strategie.

Wir beraten auf Deutsch, Englisch und Arabisch. Rückfragen von Behörden und Banken beantworten wir in deren Sprache. Wenn Sie eine Firmengründung Dubai oder die Erweiterung Ihres Standorts planen, schreiben Sie uns über die Kontaktseite.

Häufige Fragen

Ist eine Free Zone oder das Mainland besser für mich?
Das hängt davon ab, an wen Sie verkaufen und welche Tätigkeit Sie ausüben. Free Zones passen oft zu Holding, Beratung und internationalem Handel, das Mainland eher zum direkten Geschäft mit Kunden in den VAE. Wir vergleichen beide Wege anhand Ihres Geschäftsmodells.
Fallen mit einer Firma in Dubai automatisch keine Steuern an?
Nein. In den VAE gilt Körperschaftsteuer, und die 0 % für qualifizierende Free-Zone-Unternehmen gelten nur, wenn sämtliche Voraussetzungen erfüllt sind, darunter Substanz vor Ort. Zusätzlich müssen Ihre Pflichten in Deutschland, Österreich oder der Schweiz individuell von einem Steuerberater geprüft werden.
Warum dauert die Eröffnung des Firmenkontos so lange?
Banken in den VAE prüfen Geschäftsmodell, Zahlungsströme und den Ultimate Beneficial Owner sehr genau. Vollständige und schlüssige Unterlagen sowie eine passende Lizenzaktivität verkürzen den Prozess. Wir bereiten diese Unterlagen mit Ihnen vor.